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Endbefragung

Von April bis November 2020 haben die Freiwilligen des digitalen Reallabors an Befragungen und Selbstversuchen zu einem klimafreundlichen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Strom teilgenommen. Mit der Endbefragung wollten wir unteranderem herausfinden,

  • ob Erwartungen an das Reallabor erfüllt wurden,
  • ob sich die Einstellung oder das Verhalten der Teilnehmer*innen hinsichtlich ihrer Verbräuche geändert hat,
  • und vor allem: welche Maßnahmen dabei umgesetzt wurden.

Insgesamt nahmen 450 Personen an der Befragung teil. Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse.

Die wichtigsten Erkenntnisse

Für den schnellen Überblick

  • hohe Zufriedenheit mit dem Reallabor
  • häufigste Motive für Verhaltensänderungen: Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz 
  • beliebteste Maßnahme zur Verschiebung der Entnahmezeiten: Wasch- und Spülmaschine außerhalb der Lastspitzen nutzen 
  • hohe Investitionsbereitschaft für strom- und wassersparende Haushaltsgeräte
  • hohes Interesse an verbilligten Tarifen außerhalb der Lastspitzen

Die detaillierten Ergebnisse

Rund 88 % waren zufrieden bis sehr zufrieden mit dem digitalen Reallabor. Die weniger Zufriedenen gaben als häufigsten Kritikpunkt an, dass ihnen viele der vorgestellten Tipps und Informationen bereits bekannt waren und sie sich neue gewünscht hätten.

Inwieweit hat der Hintergrund eines Extremwetterereignisses die Bereitschaft zur Umsetzung von Maßnahmen während der Szenarien beeinflusst? Hier gaben rund 55% der Teilnehmer*innen an, dass sie auch ohne diesen Fokus Maßnahmen umgesetzt hätten. Der meistgenannte Grund den Wasser- oder Stromverbrauch nicht geändert zu haben, war, dass die Teilnehmer*innen sich bereits sehr sparsam verhielten oder ihre Nutzungszeiten verschoben haben.

Was motivierte die Teilnehmer*innen, ihr Verbrauchsverhalten zu ändern? Sowohl für Wasser als auch Strom gaben rund 80 % an, dass ihnen ein sparsamer Umgang mit der Ressource wichtig ist. Dicht gefolgt von der Motivation, einen Betrag zum Klima- und Umweltschutz leisten zu wollen. Die beliebtesten Maßnahmen zur Verschiebung der Wasser- und Stromnutzung waren dabei mit jeweils rund 70 –75 % Wasch- und Geschirrspülmaschine außerhalb der Lastspitzen zu nutzen.

Neben einer Verhaltensanpassung interessierte uns auch die Bereitschaft in sparsame Geräte zu investieren. Hier gaben knapp 80 % der Befragten an, dass sie in strom- und wassersparende Ausstattung investieren würden. Rund 30 % haben sogar bereits während des Reallabors energiesparende Geräte angeschafft. Am häufigsten wurden dabei Kühlgeräte gekauft.

Um die Gerätenutzung außerhalb der Lastspitzen zu vereinfachen, wurden den Teilnehmer*innen unterschiedliche technische Hilfsmittel vorgestellt. Dabei konnten sich rund 75 % der Befragten vorstellen, zeitprogrammierte Haushaltsgeräte zu nutzen. 60 % zeigten sich auch gegenüber der Nutzung von Zeitschaltuhren aufgeschlossen.

Abschließend stellten wir den Teilnehmer*innen Fragen zu potenziellen Serviceleistungen der Versorgungsunternehmen. Dabei wurde unter anderem abgefragt, inwieweit eine Kontaktaufnahme durch das Versorgungsunternehmen erwünscht wäre, um Angebot und Nachfrage der Ressourcen Strom und Wasser in Einklang bringen zu können. Das wurde sowohl für den Fall eines Extremwetterereignisses als auch für den Alltag abgefragt. In beiden Fällen gab ein Großteil an, dass die anlassbedingte Kontaktaufnahme zu diesem Zwecke in Ordnung sei. Als beliebtestes Format für die Kommunikation der Hinweise wurde dabei die E-Mail (71 %) oder eine digitale Beratung per App (38 %) angegeben.

Wir interessierten uns auch dafür, welche Maßnahmen des Versorgers im Bereich Tarife und Förderungen für die Teilnehmer*innen attraktiv sein könnten. Am beliebtesten stellte sich dabei die Verbilligung von Tarifen außerhalb der Lastspitzen heraus.